Das sCALe-o-meter

Die sCALe – Kennzeichnung bietet neben der Kennzeichnung von Lebensmitteln eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten.

Im Gleichgewicht: Energiezufuhr = Energieverbrauch
Die Summe der sCALes eines Tages ist die Energiezufuhr. Die Energiezufuhr soll dem persönlichen Energieverbrauch entsprechen, ansonsten erfolgt eine Speicherung überschüssiger Energie zumeist in Form von Fettgewebe oder ein Abbau an körperlicher Substanz, meist leider nicht nur in Form von Fettgewebe, sondern zuätzlich ein Abbau an Muskulatur. Die DGE spricht Empfehlungen für die Energeizufuhr und die Anteile an Nährwerten aus. Diesen DGE-Empfehlungen entspricht die sCALe-o-meter – Scheibe.

Das sCALe-o-meter findet das Gleichgewicht
Wenn der individuelle Tagesenergieverbrauch bestimmt wird, kann mit dem sCALe-o-meter die Aufteilung der TagesEnergie auf die Energieträger kalkuliert werden. Für diese Kalkulation  braucht man nicht rechnen, sondern einfach die sCALe-o-meter Scheibe auf den individuellen Energieverbrauch einstellen und die Energieträger ablesen. Natürlich gilt auch hier der „sCALe-Maßstab für Ernährung“ cm ≙ 100 kcal. Die Scheibe steht hier aktuell auf 2430 kcal Tagesenergieverbrauch:

Eine Scheibenrunde zeigen 3300 Kilokalorien entsprechend 33 cm ego-sCALe:

  • 10 cm Fett (gelb)
  • 18 cm Kohlenhydrate (grün)
  • 5 cm Proteine (rot)

Diese aktuelle Scheibeneinstellung zeigt 2430 kcal entsprechen 24,3 cm. Die Farben lösen diese Kalorien auf in 13,4 cm Grün, also 1340 kcal Kohlenhydrate, 7,3 cm Gelb, also 730 kcal Fette und 3,6 cm Rot, dem entsprechen 360 kcal Proteine.

Auf der individuellen sCALe – wir nennen sie pocket-sCALe. In die pocket-sCALe werden diese Zahlen-adäquaten Längen, die auch in Form von identisch skalierten und farblichen Kreisbögen auf der „Drehscheibe“ visualisiert sind, übertragen. So wird die pocket-sCALe zum individuellen Energiefahrplan bzw. zum Basis-Ernährungsfahrplan (hier ein weiteres Beispiel für 2760 kcal):

Alle Nahrungsmittel des Tages sollten als Summe ihrer sCALes dieser Vorlage entsprechen. Spielerisch könnte man alle diese sCALes, farblich sortiert an die pocket-sCALe anlegen. Dieser Leporello hat Scheckkartenformat und kann somit immer mitgeführt werden. Ebenso kann das per „Handy“ oder auf dem HomeComputer stattfinden. Die Summe aller sCALes der Lebensmittel sollten mit der Länge der Farbbalken auf der pocket-sCALe in Balance stehen.

Hier wird deutlich, warum es für jeden Verbraucher interessant wäre, wenn sich die Anwendung der sCALe auf möglichst viele Bereiche erweitern würde, beispielsweise auch auf die Gemeinschaftsverpflegung (Restaurant, Kantine, Mensa).

Ist es zum Start im Umgang mit der pocket-sCALe noch notwendig alle Farben genauestens abzulesen, wird man nach kurzer Zeit in der Lage sein mit einem kurzen Blick auf die sCALe im Restaurant die 3 Energieträger relativ genau abzuschätzen und in die pocket-sCALe zu übertragen:

  • Beispiel einer Joghurt-Schokolade (Abb. als sCALe-card),
  • Spielkarte als Informationsträger – siehe unter „Spiele“
  • weitere sCALe-Tools:

sCALe der Schokolade verkleinert:

Diese sCALe oder eine sCALe-card kann an die pocket-sCALe angelegt werden, um bereits durch den visuellen Abgleich die Größen der Energieträger zu übertragen. Vergrößert dargestellt:

Die Anzahl der „Lerneffekte“ bei dieser Form der sCALe-Anwendung ist hoch. Man bekommt durch das visuelle Lernen ein genaues Gefühl für die Energieinhalte von verschiedenen Lebensmitteln und Gerichten an Hand der sCALe-Längen. Die Energiedichte wird durch die sCALe deutlich.

Es ist dargestellt, wie die Daten der individuellen Körperanalyse in den sCALe-o-metern vom Grundumsatz unter Berücksichtigung des individuellen Aktivitätsniveaus spielerisch zum Tagesenergieverbrauch berechnen lassen. Wie in den Beispielen s.o. gezeigt, wird dazu in Balance der Energiebedarf und die Anteile der Nährstoffe angezeigt.

Aus lernpsychologischer Perspektive heraus betrachtet ist die Wertigkeit einer Lerneinheit und damit auch der Lernerfolg immer am größten, wenn die Lerninhalte sich auf individuelle Größen – das heißt „auf sich“ – beziehen lassen.

 

GDA bzw. aktuelle Kennzeichnung als Anwendung im Vergleich:

Jemand hat zum Beispiel einen Tagesenergieverbrauch von 2750 kcal. Die GDA stellt den Bezug der Nährwertanteile zu 2000 kcal (Tagesenergieverbrauch) her. Zunächst muss also der Faktor für den „Mehrbedarf“ berechnet werden: 2750 : 2000 = 1,375. Für Kinder gibt es eine andere GDA-Empfehlung. Nun ist jeweils der auf der Verpackung angegebene GDA-%-Anteil mit diesem Faktor zu multiplizieren. Das darf nun für jeden Nährwert wiederholt werden. Es liegt auf der Hand, dass mit der GDA eine Möglichkeit zur schnellen individuellen Kontrolle für den Verbraucher nicht gegeben wird.